Übergabe beim Verleih: was vorher geklärt sein sollte
Kulturtausch & Sharing-PraxisÜbergabe in der Praxis
Wer Technik verleiht, ärgert sich selten über die Technik, sondern über unklare Absprachen. Was vor, während und nach der Übergabe besprochen sein sollte.
Checkliste zu diesem Artikel
Übergabe beim Verleih
Wenn es schnell gehen muss: die Punkte zum Abhaken, ohne den ganzen Text zu lesen.
Die Kulturtauschliste lebt davon, dass Leute ihre Sachen ein zweites Mal verleihen. Ob sie das tun, entscheidet sich meistens nicht am Gerät, sondern am Termin: daran, ob beide Seiten wussten, was vereinbart war, und ob am Ende jemand vor einem Schaden stand, über den vorher niemand gesprochen hatte.
Vor der Übergabe gehören drei Dinge geklärt: Zeitraum und Termin, wer holt und wer bringt, und was zum Gerät dazugehört. Gerade das Zubehör ist der häufigste Streitpunkt, weil Kabel, Netzteile und Fernbedienungen selten mit im Koffer liegen.
Bei der Übergabe selbst hilft es, alles einmal gemeinsam einzuschalten. Das dauert zehn Minuten und klärt sofort, ob etwas fehlt oder schon vorher nicht funktioniert hat. Der Zustand gehört in ein kurzes Übergabeprotokoll, Fotos dazu, beide Seiten bekommen eine Kopie. Vorhandene Kratzer aufzuschreiben ist kein Misstrauen, sondern schützt die Person, die das Gerät ausleiht.
Bei der Rückgabe wird dasselbe Protokoll noch einmal durchgegangen, am besten gemeinsam und nicht per Zettel an der Tür. Was auffällt, wird sofort angesprochen. Wer erst zwei Wochen später schreibt, dass etwas kaputt war, kann nicht mehr klären, wann es passiert ist.
Zwei Fragen lässt dieser Beitrag bewusst offen: wer im Schadensfall haftet und welche Versicherung dafür einspringt. Beides hängt am Einzelfall und gehört in die Rubriken Versicherungen sowie Teilen statt Kaufen. Der KIT e.V. arbeitet an diesen Texten. Bis dahin gilt die einfachste Absprache: vorher besprechen, was bei einem Defekt passieren soll, und das Ergebnis aufschreiben.
Gilt für: Verein, Soloselbständige, Club, Initiative ohne Rechtsform